Begriffserklärungen

Gedächtnistraining

dient speziell der Förderung bzw. dem Erhalt von Gedächtnisleistungen sowie der gesamten kognitiven Leistungsfähigkeit. Gedächtnistraining wird entweder als präventives (siehe SIMA A 50+) oder als therapeutisches Angebot eingesetzt. Der Einsatz von Gedächtnistraining bei demenzkranken Menschen ist nicht unumstritten, und ist nur im Anfangsstadium der Erkrankung empfehlenswert. Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Betroffenen nicht mit ihren Defiziten konfrontiert werden, da damit verbundene Kränkungen zu einer Verschlechterung der Gesamtsituation führen können.

Für weitere Informationen wenden Sie sich z.B. an den „Bundesverband Gedächtnistraining nach Dr. med. Franziska Stengel e.V.“
(Web: www.bv-gedaechtnistraining.de).

 

Basale Stimulation

wurde ursprünglich zur Förderung schwerstbehinderter junger Menschen entwickelt. In den 80er Jahren hat Christel Bienstein das Konzept für den Bereich der Pflege älterer Menschen entdeckt. Gemeinsam mit Prof. Andreas Fröhlich entwickelte sie ein Konzept zur Basalen Stimulation in der Pflege mit dem Ziel der Förderung und Begleitung von schwerstpflegebedürftigen älteren Menschen. Es beruht auf der Erkenntnis, dass pflegebedürftige Menschen gleichermaßen ein Bedürfnis nach Wahrnehmung, Kommunikation und Bewegung haben.
Basale Stimulation ist eine spezielle Art und Weise, auf einer nonverbalen Ebene mit Menschen zu kommunizieren, deren Bewegungs- und Kommunikationsfähigkeit stark beeinträchtigt ist. Ziel ist es, einen Zugang zur Umwelt aufzubauen und dadurch die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Für weitere Informationen wenden Sie sich z.B. an den „Internationalen Förderverein Basale Stimulation e.V.“
(Web: www.basale-stimulation.de)

 

Beschützender oder beschützter Garten

orientiert sich in seiner Gestaltung an der Wahrnehmung von demenziell erkrankten Personen. Die Ausrichtung dient der Sinnesanregung und stellt gleichzeitig die Möglichkeit zur barrierefreien und eigenständigen Bewegung im Freien dar.

 

Pflegeoase

Das Konzept Pflegeoase umfasst die Idee in kleinen Wohngruppen schwer an Demenz erkrankte Menschen zu bereuen und zu pflegen. Primäres Merkmal des Konzeptes ist ein zentraler, gemeinsam zu nutzender Raum, die Oase. Das Raumkonzept umfasst einen Mehrpersonenraum mit kommunikativer Mitte, Individualbereichen, Rückzugsraum, Pflegebad, Küchenausstattung und bettengängigem Außenbereich. Die Pflegekräfte sind während des Tages kontinuierlich präsent und können unmittelbar auf die körperlichen, psychischen und sozialen Bedürfnisse der Zielgruppe eingehen. Die Pflegeoase bietet einen geschützten Raum, sichert aber auch die Teilhabe und Mobilität der an Demenz erkrankten Menschen außerhalb dieses Lebensortes.
 

Gerontopsychiatrische Konzepte in der stationären Altenhilfe

berücksichtigen momentan und überwiegend die Bedürfnisse demenzkranker Menschen.
Sie beruhen auf der Grundhaltung, dass demenzkranke Menschen eine Würdigung und Akzeptanz ihrer aktuellen Lebenswelt erfahren.
Die Art der Betreuung richtet sich am einzigartigen Wesen des an Demenz erkrankten Menschen aus (Biografie). Sie basiert auf einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Betreuten und Betreuenden. Das Konzept orientiert sich an dem Grundsatz, so lange wie möglich aktiv tätig zu bleiben, z.B. in der Küche mitzuhelfen (Wohnküchenkonzept). Um Sicherheit zu vermitteln, richtet sich das Leben nach einem klaren Tagesablauf und ist im Einklang mit einem wochen- und jahreszeitlich bewussten Erleben (z.B. beschützter Garten). Die Umgebung/Wohnung ist mit hellen und klaren Farben gestaltet, um die Orientierung zu erleichtern. Es werden ergänzende therapeutische Angebote in den Tagesablauf eingebunden wie z.B. Musik- oder Bewegungstherapie oder der therapeutische Einsatz von Tieren (Streichelzoo).  

 

EduKation nach Prof. Dr. Sabine Engel

EduKation steht für "Entlastung durch Förderung der Kommunikation" und stellt ein Schulungskonzept für pflegende Angehörige von demenzkranken Menschen dar.
Ziel der Schulung ist die Verbesserung der Kommunikation zwischen dem demenzkranken Menschen und seinen Angehörigen. Das Konzept hat sich bereits in der Praxis bewährt. Angehörige erleben ihre Situation nach einer Teilnahme als deutlich weniger belastend.
Aufgrund der hohen Nachfrage wird das Konzept inzwischen als Schulung für Beratungsstellen-MitarbeiterInnen angeboten (train the trainer).

Tel: 09131-852 25 19, E-Mail: gedzentrum@geronto.uni-erlangen.de, Web: www.gedaechtniszentrum-erlangen.de

 

IDA-Projekt (Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin)

war ein Gemeinschaftsprojekt der Partner AOK-Bundesverband, AOK-Bayern und der Pharmaunternehmen Pfizer und Eisai. Ziel war es, die Versorgungsqualität demenzkranker Menschen in Mittelfranken zu verbessern. Eine große Anzahl an Hausärzten aus der Region Mittelfranken hat am Projekt und somit an einer Schulung zum Krankheitsbild Demenz teilgenommen. Diejenigen Hausärzte, die im Rahmen der Bestandsaufnahme Gerontopsychiatrie einer Aufnahme in den Wegweiser zugestimmt hatten, finden Sie in den verschiedenen Regionen aufgelistet.

 

Integrative Validation nach Nicole Richard

Nicole Richard hat die integrative Validation in Deutschland begründet. Validation ist eine wertschätzende Kommunikations- und Umgangsform mit gerontopsychiatrisch erkrankten Menschen. Ziel ist es, einen Zugang zur Erlebenswelt des desorientierten Menschen zu finden und ihm mit Würde gegenüber zu treten, um die Lebensqualität zu erhalten.
Der methodische Ansatz besteht darin, die noch vorhandenen Ressourcen der Hirnleistungen zu nutzen und den betroffenen Patienten mit seinen Gefühlen und Antrieben ernst zunehmen. Die Kommunikation greift den emotionalen Gehalt einer Aussage oder eines Verhaltens des zu Pflegenden auf und validiert, d.h. erklärt das dahinter stehende Gefühl für gültig und erkennt es an, ohne zu bewerten, zu analysieren oder zu korrigieren. Die Pflegenden benennen durch validierende Sätze das Gefühl, das der demenzkranke Mensch spürt, und begegnen ihm mit Äußerungen, die er versteht. So wird versucht, konkrete Konfliktsituationen des Pflegealltags zu entschärfen und Vertrauen und Nähe herzustellen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Institut für Integrative Validation, Nicole Richard, Heideweg 65, 34131 Kassel, Tel: 0561 - 310 97 90,
Web: www.integrative-validation.de

 

MAKS aktiv!

MAKS aktiv! ist ein Projekt des Universitätsklinikums Erlangen mit der Diakonie Neuendettelsau, in dem die Wirkung eines Förderungsprogramms für Menschen mit Demenz erforscht wurde.
Die Abkürzung „MAKS aktiv“ steht für motorische, alltagspraktische, kognitive und spirituelle Aktivierungstherapie für Menschen in Pflegeheimen, die von Gedächtnisstörungen betroffen sind.
Ein Jahr haben immer jeweils 10 Bewohnerinnen und Bewohner an einer der fünf MAKS - Therapiegruppen teilgenommen. In den Gruppen wurden körperliche und geistige Fähigkeiten an sechs Tagen in der Woche gezielt gefördert.
Das ganzheitliche Aktivierungsprogramm wurde in sechs Häusern der Diakonie Neuendettelsau erprobt und wissenschaftlich begleitet.
Die Ergebnisse der Studie zeigten einen deutlichen Erfolg des Aktivierungsprogramms: Alltagspraktische und geistige Fähigkeiten können über mindestens 1 Jahr stabilisiert werden, zusätzlich sind die Betroffenen besser gelaunt und zeigen weniger demenztypische Verhaltensauffälligkeiten. 
Mittlerweile haben die beteiligten Heime die MAKS-Therapie auf unterschiedliche Weise in ihren Heimalltag integriert.
Es gibt in Mittelfranken Pflegeheime und auch ambulante Pflegedienste, die sich an dem MAKS-Programm orientieren, MitarbeiterInnen nach dem Konzept geschult haben und Aktivierungsprogramme einsetzen.

 

Normalitätsprinzip nach Erwin Böhm

Das Normaliätsprinzip besagt, dass Menschen mit einer psychischen Störung wieder auf ihre Normen und Handlungsweisen aus früheren Lebensabschnitten zurückgreifen. Verhaltensweisen, die in früheren Zeiten als „normal“ galten, können heute unpassend wirken. Aufgrund der unterschiedlichen Definition, was für jeden von uns als „normales Verhalten“ gilt, kann es zwischen Erkrankten und ihrer Umwelt zu Irritationen kommen. Durch Kenntnisse über die Biographie eines gerontopsychiatrisch erkrankten Menschen können auf den ersten Blick unerklärliche Verhaltensweisen interpretiert und richtig darauf reagiert werden. 

 

Psychobiographisches Pflegemodell nach Erwin Böhm

ist ein Erklärungsansatz für die Verhaltensweisen von verwirrten und desorientierten Menschen. Am Beispiel eines demenzkranken Menschen geht Böhm davon aus, dass dieser nicht mehr über „die Welt der Dinge“, also den kognitiven Anteil der Psyche, erreicht werden kann. Der Zugang zum Menschen muss demnach über die „Welt der Gefühle“ erfolgen. Böhm unterscheidet sieben Interaktionsstufen. Das Modell zeigt Wege auf, wie ein Mensch in der jeweiligen Interaktionsstufe begleitet werden kann. Ziel ist es, den Menschen zu stabilisieren und zu reaktivieren. Besonders der Erhalt und die Förderung der Selbstständigkeit steht im Mittelpunkt.
Das Pflegemodell fördert nicht allein das Wohlbefinden des Patienten, sondern auch die Arbeitszufriedenheit des Personals.

 

Qualifizierungskonzept Gerontopsychiatrie I

vermittelt ein Basiswissen über gerontopsychiatrische Krankheitsbilder und zum Fallmanagement Gerontopsychiatrie. Die Kompetenz der TeilnehmerInnen im Umgang mit gerontopsychiatrisch erkrankten Menschen und ihren Angehörigen wird erhöht. Weitere zentrale Inhalte der Fortbildung sind Informationen über sozialrechtliche Fragestellungen sowie zum regionalen gerontopsychiatrischen Versorgungssystem.
Umfang und Dauer der Fortbildung umfassen 32 Fortbildungseinheiten in Form von Tageseminaren oder Halbtagesseminaren. Die Teilnehmerzahl sollte mindestens 14 und maximal 20 TeilnehmerInnen pro Maßnahme umfassen. Die anfallenden Kosten werden vom Bezirk Mittelfranken getragen. Das Angebot gilt nur für zugelassene ambulante Dienste, die ihren Dienstsitz im Bereich des Bezirk Mittelfranken haben.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an die Angehörigenberatung e.V. Nürnberg, Tel: 0911- 26 61 26.

 

Qualifizierungskonzept Gerontopsychiatrie II

baut auf dem Grundwissen des ersten Teils der Fortbildung auf. Durch Fallbesprechungen, Übungen und Rollenspiele wird die Handlungskompetenz im Umgang mit Patienten und ihren Angehörigen vertieft. Der Umfang der Fortbildung beträgt 16 Fortbildungseinheiten in Form von Tages- oder Halbtagesseminaren. Die Teilnehmerzahl sollte hier ebenfalls mindestens 14 und maximal 20 TeilnehmerInnen pro Kurs umfassen. Die anfallenden Kosten werden vom Bezirk Mittelfranken getragen. Das Angebot gilt nur für zugelassene ambulante Dienste, die ihren Dienstsitz im Bereich des Bezirks Mittelfranken haben. Vorrausetzung zur Teilnahme ist die Absolvierung des ersten Teils.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an die Angehörigenberatung e.V. Nürnberg, Tel: 0911- 26 61 26.

 

Realitäts-Orientierungstraining (ROT)

dient der Verbesserung der räumlichen und zeitlichen Orientierung. Zur zeitlichen Orientierung werden z.B. überdimensionale Uhren und Kalender verwendet. Spiegel und Namensschilder an den Zimmertüren dienen der personalen Orientierung. Die räumliche Orientierung soll durch farbliche und schriftliche Kennzeichnung der Wege erleichtert werden. Ebenso kann die räumliche Gestaltung orientiert an den Jahreszeiten bzw. Festtagen hilfreich sein. Besonders wirksam ist der ROT-Ansatz im Anfangsstadium der Demenz.

 

Selbst-Erhaltungs-Therapie (SET) nach Dr. Barbara Romero

ist ein therapeutisch-rehabilitatives Konzept, das von Fr. Dr. Romero in Deutschland entwickelt wurde. Die Selbstsicherheit und Selbständigkeit der Betroffenen wird gefördert, indem versucht wird, die Identität und Persönlichkeit der Betroffenen zu unterstützen und zu stärken. Aktuell wichtige und noch vorhandene Erinnerungen werden geweckt und erhalten, um persönliche Erlebnisse zu ermöglichen, die nicht mit Misserfolgen besetzt sind.

 

SIMA A 50+ (Selbständig im Alter)

ist ein Trainingsprogramm für Senioren. Durch geistiges und körperliches Training wird versucht, die Selbständigkeit im Alter zu erhalten. Das Trainingsprogramm wurde wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass durch die Kombination von körperlichem und geistigem Training die Selbständigkeit länger erhalten bleibt.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die jeweiligen SIMA-Trainer bzw. direkt an die SimA-Akademie e.V. in Nürnberg: Wallensteinstr. 61-63, 90431 Nürnberg,
Tel: 0911-52 82 670, www.sima-akademie.de

 

SIMA-P (Selbstständig im Alter für Bewohner von Pflegeeinrichtungen)

baut auf dem SIMA-Konzept auf und wurde speziell für Bewohner von Pflegeeinrichtungen entwickelt. Für Bewohner mit fortgeschrittenen demenziellen Beeinträchigungen wurde zusätzlich eine spezielle Form der biographieorientierten Aktivierung erarbeitet.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die jeweiligen SIMA-Trainer bzw. direkt an die SimA-Akademie e.V. in Nürnberg: Wallensteinstr. 61-63, 90431 Nürnberg,
Tel: 0911-528 26 70, Web: www.sima-akademie.de

 

Validation nach Naomi Feil

ist eine spezielle Pflegetechnik, die angelehnt an den Ansatz der klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers in den USA entwickelt wurde. Ziel der Validation ist es, über die Gefühlswelt der betroffenen Menschen und unter Berücksichtigung biografischer Faktoren einen Zugang zu ihrer Erlebniswelt zu erhalten.

 

Zehn-Minuten-Aktivierung

ist eine Methode, die häufig in Pflegeheimen eingesetzt wird. Sie hat das Ziel, demenzkranken Menschen eine professionelle therapeutische Betreuung zu ermöglichen und gleichzeitig in der Biographie begründete Fähigkeiten des demenzkranken Menschen aufzuspüren. Anhand vertrauter Gegenstände aus der Vergangenheit wie z.B. Einweckgläsern, Kernseife oder Häkelnadeln wird teilweise "ohne Worte" Kontakt mit den demenzkranken Menschen aufgenommen. Das Erlebnis, Dinge zu erkennen und zu wissen, wofür sie gut sind, stärkt das Selbstwertgefühl des Betroffenen enorm. Gleichzeitig trägt die Methode zur Verbesserung des Verständnisses der Mitarbeiter/innen für den Betroffenen bei.
 

Gerontologen / Gerontologinnen 

(auch Psychogerontologen/innen) befassen sich mit der Erforschung des Alter(n)s sowie den Bedingungen für ein gesundes und zufriedenes Altern. Sie arbeiten in Beratungsstellen, Pflegeheimen, Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen sowie bei Städten und Gemeinden. Eine zentrale Aufgabe ist die Entwicklung von Konzepten für die speziellen Ansprüche älterer Menschen.

 

Gerontopsychiatrie

ist die Wissenschaft von der Krankheitslehre, Diagnostik, Therapie und Prävention sämtlicher psychischer Erkrankungen im höheren und hohen Lebensalter. Sie ist als Teilgebiet der Psychiatrie zu verstehen und zeigt Überschneidungen zur Geriatrie sowie zur angewandten Gerontologie.
Es gibt keine biologisch definierte Altersgrenze, vielmehr ist die Altersgrenze an eine variable Pensionierungsgrenze gebunden. Folglich sind unter gerontopsychiatrisch erkrankten Menschen derzeit psychisch kranke Menschen ab dem 60. bzw. 65. Lebensjahr zu verstehen.

 

Gerontopsychiatrische Erkrankungen

sind in erster Linie Demenzerkrankungen, Depressionen, Wahnstörungen oder Schizophrenien, Angststörungen, Suchterkrankungen und Persönlichkeitsstörungen, die bei älteren Menschen auftreten. Ob die Krankheit zum ersten Mal auftritt oder schon länger besteht, spielt dabei keine Rolle.

 

Gerontopsychiatrische Fachkraft

Eine Gerontopsychiatrische Fachkraft ist eine weiterqualifizierte, bereits ausgebildete Pflegekraft, die auf die Arbeit mit psychisch wesensveränderten Personen, besonders mit altersverwirrten Menschen, spezialisiert ist. In der Regel setzt dies auch eine längere Berufserfahrung bereits voraus. Die Arbeit umfasst über die Pflege hinaus Beschäftigung, Gedächtnis- und Orientierungstraining. Es geht dabei überwiegend um die Versorgung in stationären Einrichtungen wie "Geschlossene Abteilung", "Behüteter Bereich", einer Demenzstation im Krankenhaus bzw. Pflegeheim.

Pflegekräfte in diesem Sinne sind Heilerziehungspfleger, Gesundheits- und Kranken- und Altenpfleger.
 

 

Inklusion

bedeutet Bedürfnisse und Potentiale Demenzkranker zu erkennen und sie in die Gemeinschaft miteinzubeziehen. Die Einbindung in ein soziales Netzwerk steht in engem Zusammenhang mit Lebensqualität und Wohlbefinden.

 

Integration

Integrative Angebote sind solche, an denen Menschen, die gerontopsychiatrisch erkrankt sind und Menschen, die körperlich eingeschränkt sind, gemeinsam teilnehmen können.

 

Pflegebedürftigkeit

Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen. Nach der Definition des Pflegeversicherungsgesetzes sind damit Personen erfasst, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung im Bereich der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität und der hauswirtschaftlichen Versorgung auf Dauer - voraussichtlich für mindestens sechs Monate - in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen. Das heißt konkret, neben körperlichen Einschränkungen werden auch solche Einschränkungen einbezogen, die bei Menschen mit Demenz häufig vorkommen. 

 

Psychoedukation

Unter Psychoedukation sind Maßnahmen oder auch Schulungen zu verstehen, die Betroffene und Angehörigen dabei unterstützen, mehr Verständnis für die Erkrankung zu entwickeln. Dazu zählt die Informationsvermittlung (was für eine Krankheit habe ich, wie wirkt sich diese aus), die emotionale Entlastung (ich bin nicht allein mit meinem Schicksal, andere befinden sich in ähnlichen Situationen) und die Stärkung der Selbsthilfemöglichkeiten (wie gehe ich mit schwierigen Situationen um).

Mehr Informationen finden Sie im Web unter www.psychoedukation.net

 

Qualitätssiegel Demenz

ist ein Prüfzertifikat der Alzheimer Gesellschaft Mittelfranken e.V. (AGM). Die Kriterien zur Zertifizierung wurden von einer Fachgruppe im Auftrag des AGM entwickelt und belegen die besondere Eignung der Einrichtung für demenziell erkrankte Menschen. Das Zertifikat ist drei Jahre gültig und kann anschließend durch eine Nachprüfung neu beantragt werden. Welche der Einrichtungen in Mittelfranken bislang eine Plakette „QS-Demenz“ erhalten haben, können Sie bei der Alzheimer Gesellschaft Mittelfranken e.V. erfragen.

 

Rehabilitation

bezeichnet den Einsatz und die Wirkung von Maßnahmen, die darauf zielen, die körperlichen, psychischen und sozialen Folgen einer Behinderung oder Erkrankung möglichst gering zu halten und eine Wiedereingliederung in den gewohnten Alltag zu ermöglichen.

 

Segregation

Segregative Angebote sind speziell für Menschen, die gerontopsychiatrisch erkrankt sind, ausgerichtet und sollen nur von diesen besucht werden.